Biber Josefine

Am Donnerstagvormittag zog die ganze Grundschule ins katholische
Gemeindehaus, um dort die Geschichte von Josefine, dem Biber zu erfahren.
Der Naturfotograf Joe Häckl wartete schon auf die Kinder und zeigte ihnen
faszinierende Landschaftsaufnahmen von einem Biotop an der Isar.
Es wurde auch von den Bibern mitgeschaffen und beherbergt eine Vielzahl
an seltenen Pflanzen und Tieren.
Dort wurde der kleine Biber Josefine geboren und verlor durch eine
Überschwemmung seine Eltern. Herr Häckl zog ihn in seiner Küche unter
fachkundiger Anleitung vom NABU auf und berichtet seitdem vielen
Schulklassen und Kindergärten von seinen Erlebnissen mit dem Biber.
Wie er in einer Wanne in der Küche seine ersten Bäder nahm, Weidenzweige
unter dem Küchentisch auftürmte, begeistert süße Birnen im Herbst fraß und
mit dem Auto zum Baden ins Grüne fuhr. Schließlich bezog er einen
bibergerecht angelegten Garten. Dort fischte er im Teich akribisch im Winter
alle Eisstücke heraus und tauchte dann durch das entstandene Loch ab.
Nach der Diashow, die vielleicht für manche Kinder etwas lang dauerte,
konnte jedoch Herr Häckl wieder die volle Aufmerksamkeit auf sich ziehen,
weil die Kinder noch so viele Fragen zu Josefine hatten. Auch das Modell
einer natürlichen Flusslandschaft und der mitgebrachte Biberpelz, mit 23.000
Haaren pro Quadratzentimeter, wurde bestaunt und befühlt.
Abschließend dürfen nun alle noch an einem Bibermalwettbewerb
teilnehmen.

Ein herzliches Dankeschön dem Grundschulförderverein für die Finanzierung und der katholischen Gemeinde für die Nutzung des Gemeindehauses.

                                                                                                                                                          Sabine Reiser